
Kronen Zeitung
ZU ARROGANT?
Italien-Star sorgt mit Jubel-Video für Aufregung
Italiens Fußball-Nationalmannschaft bekommt es im Kampf um die WM-Tickets mit Österreichs Quali-Gegner Bosnien zu tun. Verteidiger Federico Dimarco muss sich indes Arroganz-Vorwürfe gefallen lassen ...
Für Italien geht es im Showdown um die WM-Teilnahme um das Ende einer bitteren Durststrecke. Sowohl 2018 als auch 2022 musste die Squadra Azzurra bei der Fußball-Weltmeisterschaft zuschauen, im Play-off-Finale in Bosnien-Herzegowina am Dienstag (20.45 Uhr) wollen die Italiener die Nerven bewahren und auf die WM-Bühne zurückkehren. Ebenfalls um ein Ticket beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko spielen Schweden und Polen, die Türkei im Kosovo sowie Tschechien und Dänemark.
„Der größte Feind ist die Angst“
Für die Mannschaft von Teamchef Gennaro Gattuso geht es in Zenica nicht nur gegen Torjäger Edin Dzeko (40) und Salzburgs Teenager Kerim Alajbegovic (18), sondern vor allem um ein Erfolgserlebnis für die stolze, aber oft geschundene italienische Fußball-Seele. Zweimal war der Europameister 2021 zuletzt im Play-off zur WM gescheitert, zu einem dritten Mal soll es für den viermaligen Weltmeister freilich nicht kommen. „Der größte Feind ist die Angst“, beschrieb die Gazzetta dello Sport die Ausgangslage vor dem Entscheidungsspiel.
„Wir haben in dieser Woche ein bisschen Monster gesehen, wenn du zurückdenkst an das, was Italien in den letzten Jahren passiert ist“, verriet Sandro Tonali am Donnerstag nach dem 2:0 im Halbfinale gegen Nordirland in Bergamo. Aufgrund eines Wintereinbruchs in Bosnien blieb die Gattuso-Truppe kurzfristig länger in der Heimat und reiste am Montag nach dem Abschlusstraining erst verspätet an. Am Samstag hatte es etwas nördlich der Hauptstadt Sarajevo geschneit, Schnee bedeckte kurzfristig den Rasen im Stadion „Bilino Polje“ von Zenica.
Wirbel nach Jubel-Video
Für Wirbel im Vorfeld sorgte ein Video mit Federico Dimarco, das den Teamspieler von Inter Mailand jubelnd nach dem Finaleinzug Bosnien-Herzegowinas, also des nun vermeintlich leichteren Gegners, im Elfmeterschießen in Wales zeigt. „Man hat mich arrogant genannt – aber wie könnte ich das sein? Mit welchem Recht, wo wir seit zwölf Jahren nicht bei einer WM dabei waren?“, wies Dimarco den Arroganz-Verdacht von sich. „Wir haben das Finale verdient, wir hatten eine gute Qualifikation“, betonte Dzeko. Die Italiener seien aber nun große Favoriten.
In der FIFA-Weltrangliste liegen die Bosnier (66.) weit hinter den Walisern (37.) und noch weiter hinter Italien (12.), das in der Qualifikationsgruppe zwei hohe Niederlagen gegen Norwegen (0:3, 1:4) kassiert hatte. Bosnien musste nach dem 1:1 im Entscheidungsspiel der Gruppenphase gegen Österreich in Wien in die Play-offs und erspielte sich nun eine weitere Chance auf die zweite WM-Teilnahme nach 2014. Der Sieger des Duells bekommt es bei der WM in Gruppe A mit Kanada, Katar und der Schweiz zu tun.
Schweden und Polen treffen indes zum zweiten Mal hintereinander im Play-off-Finale um ein WM-Ticket aufeinander. Vor vier Jahren hatte sich Polen mit einem 2:0 in Chorzow für das Turnier in Katar qualifiziert, damals trafen Robert Lewandowski und Piotr Zielinski. Das Duo war auch am Donnerstag beim 2:1 im Halbfinale gegen Albanien erfolgreich. Für Schweden soll Viktor Gyökeres in Solna erneut zum Erfolgsgaranten werden, der Arsenal-Torjäger hatte beim 3:1 gegen die Ukraine mit einem Dreierpack brilliert.
Kosovo-Teamchef Foda träumt von Sensation
Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda darf unterdessen weiter von der WM-Sensation mit dem Kosovo träumen. Die Foda-Truppe setzte sich im Halbfinale gegen die Slowakei mit 4:3 durch und empfängt nun die Türkei, die den Aufstieg mit einem 1:0 gegen Rumänien schaffte. „Wir sind gerade in Euphorie, aber wir müssen das letzte Spiel gelassen angehen“, betonte Foda. Der Kosovo hofft auf die Premiere bei einem Großereignis, die favorisierte Türkei auf die dritte WM-Teilnahme nach 1954 und 2002.
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